Lebensmittel, die man bei Reflux essen und vermeiden sollte

Welche Lebensmittel sollte ein Patient mit Reflux essen und auf welche sollte er verzichten?

Bei Reflux hilft eine angepasste Ernährung: empfohlen werden mildes Gemüse, nicht saures Obst, magere Proteine, gesunde Fette und Vollkornprodukte; gemieden werden fettreiche und scharfe Speisen, Schokolade, Minze, Kaffee sowie säure- und kohlensäurehaltige Getränke. Die eigentliche Behandlung bespricht man mit dem Arzt.

Inhalt: Lebensmittel, die man bei Reflux essen und vermeiden sollte

  1. Empfohlene Lebensmittel
  2. Zu vermeidende Lebensmittel
  3. Diätplan
  4. Was ist Reflux?
  5. Symptome
  6. Behandlung
  7. Natürliche Ansätze

Die gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD) ist eine Erkrankung, bei der der Mageninhalt regelmäßig durch die Speiseröhre zurück nach oben fließt. Die Symptome lassen sich oft verbessern, indem man bestimmte Lebensmittel in die Ernährung aufnimmt und andere meidet.

Dieses Aufstoßen ist meist von langer Dauer und kann zu Sodbrennen und Schmerzen im Oberbauch führen. Der Verlauf hängt oft mit Ernährung und Lebensstil zusammen. Reflux betrifft etwa 20 % der Erwachsenen in der westlichen Welt.

Dieser Artikel zeigt, welche Lebensmittel Menschen mit Reflux meiden und welche sie in den Speiseplan aufnehmen sollten.

✓ Geeignet ✕ Besser meiden
Mildes Gemüse (Spargel, Brokkoli, Spinat, Kartoffeln) Fettes Fleisch, frittierte & fettreiche Speisen
Nicht saures Obst (Äpfel, Bananen, Melonen, Birnen) Schokolade und Minze
Magere Proteine (Huhn, Fisch, Linsen, Eiweiß) Kaffee und Koffein
Gesunde Fette (Olivenöl, Avocadoöl, Nüsse) Kohlensäure- & säurehaltige Getränke (z. B. Orangensaft)
Vollkorn (Haferflocken, brauner Reis, Vollkornbrot) Tomatensoße, viel Salz; Milchprodukte bei Unverträglichkeit

Empfohlene Lebensmittel

Obwohl keine bestimmten Lebensmittel den Reflux heilen können, können einige helfen, die Beschwerden zu lindern. Eine Studie aus dem Jahr 2013 mit über 500 Teilnehmern ergab, dass ballaststoffreiche Lebensmittel (z. B. mit Ballaststoffen) die Reflux-Symptome verringern können. Eine Studie aus dem Jahr 2016 verband die mediterrane Ernährung mit weniger Symptomen.

Gemüse

Gemüse enthält wenig Fett und Zucker und liefert Ballaststoffe. Geeignet sind u. a.:

  • Spargel
  • Brokkoli
  • Rosenkohl
  • Blumenkohl
  • Salatgurken
  • grüne Bohnen
  • Grünkohl
  • Kartoffeln
  • Spinat

Obst

Nicht saures Obst löst seltener Reflux-Symptome aus und liefert Vitamin C, Ballaststoffe, Magnesium und Kalium. Zum Beispiel:

  • Äpfel
  • Avocados
  • Bananen
  • Beeren
  • Melonen
  • Pfirsiche
  • Birnen

Proteine

Mageres Eiweiß aus cholesterinarmen Quellen, z. B.:

  • Mandeln
  • Bohnen
  • Huhn
  • Fisch
  • mageres Geflügel
  • Linsen
  • Meeresfrüchte
  • Truthahn

Auch Eiweiß ist eine gute Wahl; Eigelb ist dagegen fettreich und kann Symptome auslösen. Bevorzugen Sie Grillen, Backen oder Pochieren statt Braten.

Fette

Gesättigte Fette aus Fleisch und Milchprodukten sowie Transfette möglichst durch gesunde Fette ersetzen:

  • Avocadoöl
  • Olivenöl
  • Nussbutter
  • fetter Fisch
  • Nüsse und Samen

Ganze Körner

Vollkorngetreide liefert Ballaststoffe; eine ballaststoffreiche Ernährung wird mit geringerem Reflux-Risiko verbunden:

  • Haferflocken
  • brauner Reis
  • Vollkornbrot

Zu vermeidende Lebensmittel

Da Reflux eine Verdauungsstörung ist, beeinflusst die Ernährung oft die Symptome. Forschungen von 2019 zeigten einen Zusammenhang zwischen Refluxösophagitis und einem hohen Verzehr bestimmter Lebensmittel. Verschlimmern können die Symptome u. a.:

  1. Fleisch mit viel Cholesterin und Fettsäuren
  2. Öle und fettreiche Lebensmittel (können den Schließmuskel erschlaffen lassen)
  3. große Mengen Salz
  4. fettreiche Milchprodukte wie Milch und Käse

Weitere häufige Auslöser

  1. Schokolade
  2. Minze
  3. kohlensäurehaltige Getränke
  4. säurehaltige Getränke wie Orangensaft und Kaffee
  5. Koffein
  6. säurehaltige Lebensmittel wie Tomatensoße

Die Auslöser sind individuell verschieden. Streichen Sie einzelne Lebensmittel testweise und nehmen Sie sie wieder auf, wenn sie die Symptome nicht verschlimmern.

Milch

Eine Übersichtsarbeit aus 2021 untersuchte den Zusammenhang zwischen Kuhmilchallergie und Reflux-Symptomen bei Kindern. Wer nach kuhmilchhaltigen Produkten regelmäßig Beschwerden oder Blähungen verspürt, kann prüfen, ob ein Verzicht hilft.

Diätplan

Empfohlen wird eine mediterrane oder ähnliche Ernährung, reich an Obst, Gemüse und Vollkornprodukten. Beispiele:

  • Haferflocken
  • pochierte Eier auf Vollkorntoast
  • Avocado auf Vollkorntoast
  • gemischter Blattsalat mit Vollkornfladenbrot und Hummus
  • brauner Reis mit gedünstetem Gemüse und Lachs
  • Vollkornsandwich mit Thunfisch und gegrilltem Gemüse
  • Vollkornpizza mit Tomatensauce, Gemüse und fettarmem Käse
  • gebackenes Hähnchen mit Vollkornnudeln und gegrilltem Gemüse
  • gegrillte Gemüsespieße mit Hummus-Dip und Salat

Was ist Reflux?

Beim Schlucken gelangt die Nahrung über die Speiseröhre in den Magen. Der untere Speiseröhrenschließmuskel verhindert normalerweise das Zurückfließen. Schließt er nicht richtig, kann Mageninhalt zurückfließen und Reflux verursachen. Treten Symptome mehr als zweimal pro Woche über drei Wochen auf, gilt der Reflux als chronisch. Unbehandelt kann er zu ernsteren Problemen wie dem Barrett-Ösophagus führen – sprechen Sie bei anhaltenden Beschwerden mit Ihrem Arzt.

Symptome

Das Hauptsymptom ist Sodbrennen, häufig auch Übelkeit nach dem Essen. Weniger häufig:

  • Schluckauf
  • Aufstoßen
  • Keuchen oder schwacher Husten
  • Halsschmerzen
  • Heiserkeit
  • Aufstoßen von Speisen

Hinlegen direkt nach dem Essen kann die Symptome verstärken; nachts hilft oft, den Kopf beim Schlafen hochzulegen und 2 Stunden vor dem Schlafengehen nichts mehr zu essen.

Behandlung

Reflux ist gut behandelbar. Rezeptfrei gibt es Antazida und H2-Rezeptorenblocker, die die Magensäure verringern; frei verkäufliche Protonenpumpeninhibitoren (PPI) wirken ähnlich. Verschreibungspflichtige Medikamente können stärker dosiert sein. Die Auswahl bespricht man mit dem Arzt.

Natürliche Ansätze: Ernährungsstrategien bei Reflux

Ein umfassender Ansatz berücksichtigt neben der Ernährung weitere Faktoren. Für viele Menschen mit Verdauungsthemen kann es hilfreich sein, die Darmflora ins Gleichgewicht zu bringen – fermentierte und ballaststoffreiche Lebensmittel können dazu beitragen.

Fermentierte Lebensmittel (Milchsäurekulturen)

Lebensmittel mit Milchsäurekulturen sind u. a.:

  1. Joghurt
  2. Kefir
  3. rohes Sauerkraut
  4. rohes Kimchi
  5. rohe fermentierte Gurken und Gemüse
  6. Kombucha (fermentierter Tee)

Ballaststoffreiche Lebensmittel

Reich an löslichen Ballaststoffen sind u. a.:

  1. Topinambur
  2. Zichorienwurzelfaser bzw. Inulin
  3. grüne Bananen
  4. Zwiebel
  5. Knoblauch
  6. Lauch
  7. Äpfel

Manche Forschung untersucht den Zusammenhang zwischen Darmflora, Helicobacter pylori und Reflux (Quelle, Englisch); gesicherte Aussagen gibt es dazu noch nicht.

Kategorie Lebensmittel
Fermentiert (Milchsäurekulturen) Joghurt, Kefir, rohes Sauerkraut, rohes Kimchi, fermentierte Gurken/Gemüse, Kombucha
Ballaststoffreich Topinambur, Zichorienwurzel/Inulin, grüne Bananen, Zwiebel, Knoblauch, Lauch, Äpfel

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche Lebensmittel sollte man bei Reflux essen?

Gemüse wie Spargel, Brokkoli und Spinat, nicht saures Obst wie Äpfel und Bananen, magere Proteine wie Huhn und Fisch, gesunde Fette wie Olivenöl sowie Vollkornprodukte.

Welche Lebensmittel sollte man bei Reflux vermeiden?

Fettreiche und stark gewürzte Speisen, Schokolade, Minze, Kaffee, kohlensäure- und säurehaltige Getränke, Tomatensoße sowie bei Unverträglichkeit Milchprodukte.

Wie können fermentierte und ballaststoffreiche Lebensmittel bei Reflux helfen?

Fermentierte Lebensmittel mit Milchsäurekulturen (z. B. Joghurt, Kefir) und ballaststoffreiche Lebensmittel (z. B. Zwiebeln, Äpfel, Inulin) können zum Gleichgewicht der Darmflora beitragen. Ob sie Reflux-Symptome lindern, ist wissenschaftlich nicht abschließend belegt.

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Quelle: Medical News Today

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