Helicobacter Pylori

Helicobacter pylori (H. pylori) ist ein Bakterium, das den Magen besiedelt und eine häufige Ursache für Gastritis und Magengeschwüre ist. Viele Infizierte haben keine Symptome; mögliche Anzeichen sind Magenschmerzen, Übelkeit und Sodbrennen. Nachweisen lässt sich H. pylori per Stuhl-, Atem- oder Bluttest – auch zu Hause. Behandelt wird er mit Antibiotika.

Inhalt

Die meisten Menschen wissen nicht, dass sie eine H.-pylori-Infektion haben, weil sie nie krank werden. Entwickeln Sie Anzeichen eines Magengeschwürs, wird Ihr Arzt Sie wahrscheinlich auf eine H.-pylori-Infektion testen. Liegt eine Infektion vor, kann sie mit Antibiotika behandelt werden.

Was ist Helicobacter pylori?

Helicobacter pylori (kurz HP) ist ein gramnegatives Stäbchenbakterium, das im menschlichen – und teils im tierischen – Organismus leben kann. Es verursacht vor allem im Verdauungssystem Beschwerden; am häufigsten äußert es sich in Magenschmerzen und Übelkeit.

Wie sieht Helicobacter pylori aus?

Das Bakterium ist ein gramnegativer Organismus in Spiralform mit 6–8 Flagellen an einem Ende. Seine Größe beträgt 2–4 μm × 0,5–1,0 μm.

Helicobacter pylori Bakterium (Spiralform mit Flagellen)

Entdeckt wurde es 1983 von den Wissenschaftlern Warren und Marshall, die den Zusammenhang zwischen H. pylori und der Entstehung von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren nachwiesen.

Wo ist Helicobacter pylori zu finden? Welche Organe infiziert es?

H. pylori lebt im menschlichen Magen und infiziert den Magen bzw. den oberen Magen-Darm-Trakt. Es kann in sehr saurer Umgebung (pH 2,0 oder niedriger) überleben. Die größten Komplikationen betreffen die Magenschleimhaut.

Eine Infektion kann zu chronischen Entzündungen führen und gilt als wichtiger Risikofaktor für bestimmte Arten von Magenkrebs.

Symptome der Helicobacter-pylori-Infektion

  • Sodbrennen
  • Aufstoßen
  • Unwohlsein oder Übelkeit
  • Magenschmerzen
  • Blähungen
  • Druck im Magen
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Mundgeruch
  • Schmerzen im Oberbauch
  • Appetitlosigkeit
Symptome der Helicobacter-pylori-Infektion – Infografik

Wann muss man zum Arzt?

Vereinbaren Sie einen Termin, wenn Sie anhaltende, beunruhigende Symptome bemerken. Suchen Sie sofort medizinische Hilfe, wenn Sie Folgendes feststellen:

  • starke oder anhaltende Bauchschmerzen
  • blutiges oder schwarzes Erbrochenes (auch „kaffeesatzartig")
  • schwarzen, blutigen oder teerigen Stuhl
  • Schluckbeschwerden

Bleibt eine H.-pylori-Infektion unbehandelt, kann die Magenschleimhaut zunehmend geschädigt werden. Mögliche Komplikationen:

Untersuchungen zeigen zudem, dass eine Helicobacter-Infektion ein starker Risikofaktor für bestimmte Arten von Magenkrebs ist.

Ansteckung

H. pylori wird von Person zu Person übertragen. Mehr dazu: Ist Helicobacter pylori ansteckend?

Testen

Wenn Sie eine Infektion vermuten, kontaktieren Sie Ihren Arzt. Es gibt auch Tests für zu Hause. H.-pylori-Tests:

  • Serum-, Urin- oder Speichelprobe: Nachweis von Antikörpern gegen H. pylori
  • Stuhlprobe: Nachweis von H.-pylori-Antigen
  • Atemtest: C13-markierter Harnstoff

Test für zu Hause: Schnelltest im Stuhl

Der Stuhl-Schnelltest weist H.-pylori-Antigen (HP Ag) zuverlässig nach – einfach und für fast alle Altersgruppen geeignet (immunochromatographischer Test).

Helicobacter pylori zu Hause testen

Haben Sie Symptome? Ein einfacher Test schafft schnell Klarheit – Ergebnis in ca. 10 Minuten.

Alle H.-pylori-Tests ansehen →

So führen Sie den H.-pylori-Stuhltest zu Hause durch →

Behandlung der Infektion

Bei einem positiven Test sollten Sie mit einer Behandlung beginnen. Ihr Arzt bewertet Ihre Gesundheit und die Infektion und legt die Therapie fest. In der Regel wird eine Kombination mehrerer Antibiotika (oft mit einem Säurereduzierer) eingesetzt – meist über ein bis drei Wochen. Anschließend wird kontrolliert, ob H. pylori beseitigt wurde.

Ernährung bei Helicobacter

Welche Lebensmittel sollte man bei Helicobacter meiden, welche essen? Mehr dazu: Ernährung bei Helicobacter pylori.

Hinweis: Dieser Artikel dient nur zur Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Ein Selbsttest gibt einen ersten Hinweis; Diagnose und Behandlung legt immer ein Arzt fest.

Häufige Fragen

Was ist Helicobacter pylori?

Helicobacter pylori ist ein gramnegatives Stäbchenbakterium, das den menschlichen Magen besiedeln kann und mit Gastritis und Magengeschwüren in Verbindung steht.

Welche Symptome verursacht eine H.-pylori-Infektion?

Zu den häufigsten Symptomen gehören Magenschmerzen, Sodbrennen, Blähungen, Übelkeit, Aufstoßen und Mundgeruch. Viele Infektionen verlaufen jedoch ohne Symptome.

helicobacter-pylori-symptome-infografik

Wie kann man Helicobacter pylori testen?

Eine Infektion lässt sich durch Stuhltests, Atemtests oder Bluttests nachweisen. Heimtests (Stuhl oder Blut) können erste Hinweise liefern.

Ist Helicobacter pylori ansteckend?

Ja, das Bakterium kann von Person zu Person übertragen werden – meist oral, z. B. über kontaminierte Lebensmittel oder Wasser.

Wie wird H. pylori behandelt?

Die Behandlung erfolgt in der Regel mit einer Kombination aus Antibiotika und Protonenpumpenhemmern, die ein Arzt verschreibt.

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