Kochen und Magengeschwüre: was sollte man wissen?
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Bei einem Magengeschwür gibt es keine starre Einheitsdiät. Wichtig ist, leicht verdauliche Lebensmittel in kleinen, häufigen Portionen zu essen und jene zu meiden, die individuell Beschwerden verursachen – etwa fettige, scharfe oder stark säurehaltige Speisen, Kaffee und Alkohol.
Früher empfahlen Ärzte allen Menschen mit einem Magengeschwür die gleiche Diät: scharfe Speisen vermeiden, fade essen. Heute weiß man: Scharfe Speisen verursachen kein Geschwür, und fade Kost ist bei der Behandlung nicht unbedingt hilfreich. Wie bereitet man also Mahlzeiten für einen Menschen mit Geschwür zu?
Bestimmte Lebensmittel verursachen zwar keine Geschwüre, können aber die Symptome verschlimmern. Was als belastend empfunden wird, ist allerdings recht subjektiv und von Person zu Person verschieden.
Statt der früheren „Eine-Diät-für-alle"-Empfehlung geben Ärzte heute allgemeinere Richtlinien: Merkt jemand, dass ein bestimmtes Lebensmittel Probleme verursacht, sollte er es einfach meiden.
Magengeschwür: Lebensmittel, die man eher meidet
Folgende Lebensmittel können bei Menschen mit einem Magengeschwür unangenehm sein:
- Fleisch mit hohem Fettgehalt
- fettreiche Würzmittel
- Zitrusfrüchte und -säfte
- Tomaten und Tomatenprodukte
- Kaffee und Tee (auch entkoffeiniert)
- alkoholische Getränke
- scharfe Lebensmittel
- Schokolade
Ob diese tatsächlich problematisch sind, hängt von der individuellen Verträglichkeit ab. Achten Sie auf Ihre Verdauung und meiden Sie, was Magenverstimmungen oder Bauchschmerzen auslöst.
Magengeschwür: die richtige Auswahl an Lebensmitteln
Auch wenn es keine eindeutigen Beweise gibt, dass bestimmte Lebensmittel ein Geschwür vorbeugen oder heilen, ist eine gesunde Ernährung die beste Strategie:
- mageres Fleisch, Fisch, Bohnen, Eier oder Tofu als Proteinquellen
- ballaststoffreiche Lebensmittel, v. a. Obst und Gemüse, sofern sie den Magen nicht reizen
- koffeinfreie Getränke
- Nüsse und Nussmus
- herzgesunde Öle wie Oliven- oder Rapsöl zum Kochen
- fettarme Mayonnaise und Salatdressings
Die besten Zubereitungsmethoden
Empfehlenswert ist es, Frittieren zu vermeiden, beschwerdeauslösende Gewürze (z. B. Pfeffer) wegzulassen und zusätzliche Fette zu begrenzen (Butter, Margarine, normale Dressings, Mayonnaise, saure Sahne). Bevorzugen Sie fettarme Methoden:
- Backen
- Rösten
- Sautieren
- Dünsten
- Grillen
Verwenden Sie statt Butter oder Öl gegebenenfalls Kochspray für die Pfanne.
Mahlzeiten- und Menüplanung
- Kleine, häufige Mahlzeiten werden oft besser vertragen, besonders bei Unwohlsein.
- Timing beachten: die letzte Mahlzeit mindestens zwei Stunden vor dem Schlafengehen.
Unterm Strich gibt es keine festen Ernährungsregeln bei Magengeschwüren – außer jene Lebensmittel zu meiden, die Unwohlsein verursachen. Bei Unsicherheit oder wenn bestimmte Lebensmittel das Geschwür zu verschlimmern scheinen, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder eine Ernährungsfachkraft.
Was ist ein Magengeschwür?
Ein Magen- oder peptisches Geschwür ist eine entzündliche Erkrankung, die die innere Schleimhaut des Magens und den oberen Teil des Dünndarms betrifft.
Ursachen für Magengeschwüre
- Helicobacter-pylori-Infektion
- langfristige Einnahme nicht-steroidaler entzündungshemmender Medikamente
- weitere Faktoren
Symptome eines Geschwürs
Sie sind von Person zu Person unterschiedlich, häufig sind:
- Schmerzen im Unterleib
- Magenschmerzen
- Appetitlosigkeit
- Blähungen
- Krämpfe
- Sodbrennen
- Erbrechen
Schlusswort
Wenn Sie unter den genannten Symptomen leiden, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Er kann Sie untersuchen, geeignete Tests empfehlen, eine Diagnose stellen und eine Behandlung vorschlagen. Bestätigt sich ein Geschwür, ist eine geeignete Ernährung sinnvoll. Folgen Sie den Ratschlägen Ihres Arztes oder Ernährungsberaters.
Verzichten Sie auf ungeeignete Lebensmittel, achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung, essen Sie kleine Portionen und planen Sie Ihre Einkäufe im Voraus.
Könnten Ihre Verdauungsprobleme mit Helicobacter pylori zusammenhängen?
Mehr dazu in unserem Artikel über Helicobacter pylori und mögliche Zusammenhänge mit Verdauungsbeschwerden.
Helicobacter pylori – Symptome, Behandlung und Prävention
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Quelle: everydayhealth.com
FAQ – Helicobacter pylori & Verdauungsprobleme
Welche Symptome können auf Helicobacter pylori hinweisen?
Häufige Symptome sind Magenschmerzen, Blähungen, Sodbrennen, Übelkeit und ein unangenehmes Völlegefühl nach dem Essen. Die Bakterien können die Magenschleimhaut reizen und eine chronische Entzündung verursachen.

Wie wird Helicobacter pylori diagnostiziert?
Die Diagnose erfolgt meist über Stuhltests, Atemtests oder in manchen Fällen eine Magenspiegelung. Diese Methoden weisen entweder die Bakterien selbst oder deren Stoffwechselprodukte nach.
Kann sich Helicobacter pylori von selbst zurückbilden?
In seltenen Fällen kann die Bakterienlast sinken, in den meisten Fällen bleibt die Infektion jedoch ohne Behandlung bestehen. Oft ist eine gezielte Therapie nötig, um die Bakterien dauerhaft zu eliminieren.