Bauchschmerzen: Ursachen, Arten und was wirklich hilft

Bauchschmerzen können viele Ursachen haben – von harmlosen Verdauungsstörungen bis zu Erkrankungen, die ärztlich abgeklärt werden sollten. Wo der Schmerz sitzt und wie er sich anfühlt, gibt oft einen ersten Hinweis.

Auf einen Blick

Oberbauch
Magen, Gallenblase, Bauchspeicheldrüse – z. B. bei Reizmagen, Reflux, Magenschleimhautentzündung
Mittel-/Unterbauch
Darm – z. B. bei Blähungen, Verstopfung, Reizdarm
Krampfartig vs. dauerhaft
Krampfartig deutet oft auf den Darm hin, dauerhaftes Brennen eher auf Magen oder Reflux
Wichtig
Plötzlicher, starker Schmerz oder Alarmzeichen (siehe unten) gehören sofort ärztlich abgeklärt
Infografik: Bauchschmerzen nach Lage unterscheiden – Oberbauch, Mittel-/Unterbauch, krampfartig oder dauerhaft, Warnzeichen

Welche Arten von Bauchschmerzen gibt es?

Die Lage des Schmerzes grenzt die möglichen Ursachen deutlich ein. Schmerzen im Oberbauch hängen häufig mit Magen, Speiseröhre, Gallenblase oder Bauchspeicheldrüse zusammen. Schmerzen im Mittel- oder Unterbauch deuten eher auf den Darm hin. Auch die Art des Schmerzes zählt: ein Krampf, der kommt und geht, spricht eher für Blähungen oder Darmbewegung, ein anhaltendes Brennen eher für Reflux oder eine gereizte Magenschleimhaut.

Häufige Ursachen im Überblick

Die häufigsten Auslöser für wiederkehrende Bauchschmerzen sind:

Eine der häufigsten behandelbaren Ursachen für wiederkehrende Oberbauchschmerzen ist eine Infektion mit Helicobacter pylori. Da sich die Beschwerden kaum von einem Reizmagen oder einer Gastritis unterscheiden lassen, schafft oft erst ein Test Klarheit.

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Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Bestimmte Begleitsymptome gelten als Alarmzeichen und sollten immer ärztlich abgeklärt werden:

  • Plötzlicher, sehr starker Schmerz
  • Blut im Stuhl oder Erbrochenem, schwarzer, teerartiger Stuhl
  • Ungewollter Gewichtsverlust
  • Fieber in Kombination mit Bauchschmerzen
  • Schluckstörungen
  • Erstmalige Beschwerden nach dem 50. Lebensjahr

Häufige Fragen

Wann sind Bauchschmerzen gefährlich?

Bei plötzlichem, sehr starkem Schmerz, Blut im Stuhl, Fieber, ungewolltem Gewichtsverlust oder Schluckstörungen sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Diese Anzeichen deuten auf eine Erkrankung hin, die eine gezielte Behandlung braucht.

Warum tut mir nach dem Essen der Bauch weh?

Schmerzen kurz nach dem Essen sprechen häufig für einen Reizmagen (funktionelle Dyspepsie) oder eine gereizte Magenschleimhaut. Auch fettreiche, sehr große Mahlzeiten oder eine Gallenblasenerkrankung kommen infrage.

Was hilft bei krampfartigen Bauchschmerzen?

Krampfartige Schmerzen deuten meist auf den Darm hin, etwa auf Blähungen. Wärme, Bewegung, kleine Mahlzeiten und das Meiden bekannter Auslöser lindern die Beschwerden oft. Halten sie an, gehört eine ärztliche Abklärung dazu.

Können Bauchschmerzen psychisch bedingt sein?

Ja. Stress und die Darm-Hirn-Achse beeinflussen die Verdauung nachweislich, etwa beim Reizmagen oder Reizdarmsyndrom. Das bedeutet nicht, dass der Schmerz „eingebildet" ist – die körperlichen Beschwerden sind real.

Wie unterscheide ich Reizmagen von Magenschleimhautentzündung?

Nicht anhand der Symptome allein – beide äußern sich ähnlich. Eine Magenspiegelung zeigt, ob die Schleimhaut entzündet ist (Gastritis) oder unauffällig bleibt (dann Reizmagen/funktionelle Dyspepsie).

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Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich Informationszwecken und ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei anhaltenden oder starken Bauchschmerzen wenden Sie sich bitte an einen Arzt.

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