5 Diät-Tipps, wenn Sie Magengeschwüre (H. Pylori-Infektion) haben

Magengeschwüre werden häufig durch das Bakterium Helicobacter pylori verursacht und medizinisch behandelt. Eine magenfreundliche Ernährung kann die ärztliche Behandlung begleitend unterstützen. Hier sind 5 Ernährungstipps.

Bei Magen- oder peptischen Geschwüren bilden sich Wunden in der Magenschleimhaut, teils auch im oberen Dünndarm. Diese Erkrankung wird häufig durch Helicobacter pylori verursacht und in erster Linie mit Medikamenten behandelt. Eine angepasste Ernährung kann begleitend helfen, den Magen zu entlasten.

  1. Vermeiden Sie salzige und fettige Lebensmittel
  2. Verzichten Sie weitgehend auf Alkohol und Kaffee
  3. Nehmen Sie mehr fermentierte Lebensmittel in Ihre Ernährung auf
  4. Essen Sie mehr Brokkoli und Rosenkohl
  5. Trinken Sie Wasser aus einer sauberen Quelle

1. Salzige und fettige Lebensmittel meiden

Eine sehr salz- und fettreiche Ernährung kann den Magen belasten. Setzen Sie stattdessen auf Obst und Gemüse und meiden Sie z. B.:

  • gebratene Lebensmittel
  • tiefgekühlte Fertigmahlzeiten
  • Vollfett-Milchprodukte
  • verarbeitetes Fleisch
  • gesalzene Nüsse
  • Konserven

2. Alkohol und Kaffee einschränken

Häufiger Alkoholkonsum kann eine empfindliche Magenschleimhaut reizen. Kaffee fördert die Magensäureproduktion und kann bei bestehenden Beschwerden unangenehm sein. Magenfreundlichere Alternativen sind z. B. Kamillentee oder Wasser. Wie viel Kaffee für Sie verträglich ist, besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt.

3. Mehr fermentierte Lebensmittel

Fermentierte Lebensmittel gehören zu einer ausgewogenen, abwechslungsreichen Ernährung:

  • Joghurt
  • Kombucha
  • Kefir
  • Kimchi
  • Sauerkraut
  • Tempeh
  • Miso

4. Mehr Brokkoli und Rosenkohl

Mehr Obst und Gemüse ist generell empfehlenswert. Brokkoli, Rosenkohl und andere Kreuzblütler sind Teil einer gesunden, gemüsereichen Ernährung und liefern u. a. Folsäure.

5. Wasser aus einer sauberen Quelle

Achten Sie auf eine ausreichende Trinkmenge (z. B. rund acht Gläser Wasser täglich) aus einer sauberen, sicheren Quelle. Das trägt zum allgemeinen Wohlbefinden bei. H. pylori kann über Speichel, verunreinigte Utensilien und verunreinigtes Wasser übertragen werden.

Nr. Empfehlung Beispiele
1 Salzige und fettige Lebensmittel meiden Chips, Fast Food, frittierte Speisen, Fertiggerichte
2 Alkohol und Kaffee einschränken Bier, Wein, Spirituosen, Espresso, Energydrinks
3 Mehr fermentierte Lebensmittel Naturjoghurt, Kefir, Sauerkraut, Kimchi
4 Mehr Brokkoli und Rosenkohl Brokkoli, Rosenkohl, Blumenkohl, Grünkohl
5 Wasser aus sauberer Quelle gefiltertes Wasser, Mineralwasser, abgekochtes Leitungswasser

Magengeschwüre: Symptome und wann zum Arzt

Häufige Symptome sind Bauchschmerzen (oft zwischen Bauchnabel und unterer Rippe), Blähungen, Übelkeit, Erbrechen, saurer Reflux und Aufstoßen. Unbehandelt kann eine H.-pylori-Infektion ernste Komplikationen verursachen. Bei entsprechenden Symptomen suchen Sie bitte einen Arzt auf, der die richtigen Tests veranlasst – Hausmittel ersetzen keine ärztliche Behandlung.

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Häufig gestellte Fragen

Welche Lebensmittel gelten als magenfreundlich?

Als magenfreundlich gelten u. a. fermentierte Lebensmittel (Joghurt, Kefir, Kombucha), Lachs, Blattgemüse, Bananen, Knochenbrühe, Brokkoli und Kamillentee. Für einen individuellen Plan sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder einer Ernährungsfachkraft.

Womit wird Helicobacter pylori behandelt?

Die Behandlung erfolgt mit Antibiotika (z. B. Metronidazol, Tetracyclin, Amoxicillin), meist kombiniert mit säurereduzierenden Medikamenten. Dosierung und Dauer legt der Arzt fest.

Welche Vitamine sind allgemein wichtig?

Eine ausgewogene Versorgung mit Vitaminen ist generell sinnvoll. Vitamin C trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei; auch Vitamin B12 ist wichtig. Eine gezielte Ergänzung besprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Zusammenfassung

Eine H.-pylori-Infektion wird in der Regel medikamentös behandelt und kann durch eine magenfreundliche Ernährung begleitend unterstützt werden. Wichtig ist, stark reizende Lebensmittel zu meiden und auf eine leichte, gut verträgliche Kost zu setzen. Individuelle Faktoren besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt.

Quelle des Textes und der Studien: hier

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