Inulin

Inulin ist ein löslicher pflanzlicher Ballaststoff (Fruktan), der natürlicherweise in vielen Pflanzen vorkommt – am reichsten in der Zichorienwurzel. Es wird auch als Zutat und als Nahrungsergänzungsmittel verwendet.

Inulin – löslicher Ballaststoff aus der Zichorienwurzel

Was ist Inulin?

Inulin ist ein löslicher Ballaststoff, der in vielen Pflanzen vorkommt.

Inulin ist:

  • ein wasserlöslicher Ballaststoff
  • ein Fruktan – ein löslicher Ballaststoff, der den natürlicherweise im Darm vorkommenden Bakterienkulturen als Nahrung dienen kann

Wo kommt Inulin vor?

Inulin kommt natürlicherweise in vielen Pflanzen vor und kann auch industriell gewonnen werden.

Welche Pflanzen enthalten Inulin?

Mehr als 36.000 Pflanzen bilden Inulin. Am meisten steckt in den Wurzeln; Chicorée bzw. Zichorie ist die reichste Quelle.

Inulingehalt ausgewählter Pflanzen (pro 100 g):

  • Zichorienwurzel: 35,7–47,6 g
  • Topinambur: 16–20 g
  • Knoblauch: 9–16 g
  • roher Spargel: 2–3 g
  • rohe Zwiebel: 1,1–7,5 g
  • Weizen: 1–3,8 g
  • rohe Gerste: 0,5–1 g

Weitere Quellen

Inulin ist auch als Nahrungsergänzungsmittel oder als Zutat erhältlich, z. B. in:

  • Protein- und Müsliriegeln
  • Joghurt und anderen Milchprodukten
  • Getränken
  • Backwaren und Desserts

Inulin und die Darmfunktion

Inulin wird in der Forschung im Zusammenhang mit der Darmflora untersucht. In der EU gibt es für Chicorée-Inulin einen einzigen zugelassenen gesundheitsbezogenen Hinweis: „trägt zur normalen Darmfunktion bei – durch Erhöhung der Stuhlfrequenz". Dieser Hinweis gilt allerdings erst ab einer täglichen Aufnahme von 12 g Inulin; Kapseln und Beutel erreichen diese Menge in der Regel nicht. Weitere mögliche Effekte sind wissenschaftlich nicht abschließend belegt.

Hinweis: Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine abwechslungsreiche, ausgewogene Ernährung und eine gesunde Lebensweise.

Mehr zum Thema

Mastix für Ihre normale Verdauung

1 von 19