Kalamoti

Kalamoti ist eines der größten mittelalterlichen Mastix-Dörfer im Zentrum des südlichen Chios. Es liegt in einer fruchtbaren Ebene, bewahrt seinen Festungsgrundriss und ist für den Varvakas-Turm und die Kirche Panagia Agrelopoussena bekannt.

Kalamoti auf einen Blick

  • Lage: Zentrum des südlichen Chios, fruchtbare Ebene
  • Geschichte: byzantinischer Ursprung; unter genuesischer Herrschaft Sitz der Milizia Catomerea
  • Grundriss: geschlossene viereckige „Dorfburg" mit durchgehender Verteidigungsmauer
  • Sehenswürdigkeiten: Varvakas-Turm, Kirche Panagia Agrelopoussena (13.–14. Jh.)
  • Heute: Landwirtschaft sowie Gymnasium und Lyzeum der Mastichochoria

Geschichte

In der byzantinischen Zeit war Kalamoti das größte und wichtigste Dorf der Region; während der genuesischen Besatzung wurde es nach dem heute noch sichtbaren Grundriss und der Stadtplanung organisiert. Es wurde zum Sitz der Milizia Catomerea, der militärischen Einheit, die den Süden von Chios (damals Catomerea genannt) beherrschte.

Die Hauptelemente des Dorfgrundrisses waren die geschlossene viereckige Form, die ununterbrochene Verteidigungsmauer aus den Außenwänden der umliegenden Häuser, wenige und enge Gassen, kleine öffentliche Plätze und eine Vielzahl von Kirchen.

In der Dorfmitte ist noch der ehemalige Varvakas-Turm zu sehen. Die Häuser sind aus Stein gebaut und weisen teils holzgeschnitzte Details auf. Die Anlage von Kalamoti diente der Verteidigung gegen Piratenüberfälle.

In den Jahren 1947–1957 wurden mit Hilfe von Wohltätern bedeutende, für die damalige Zeit bahnbrechende Arbeiten durchgeführt. Zu den bemerkenswertesten Denkmälern gehören der traditionelle Platz, die Grundschule und die Kirche Panagia Agrelopoussena (13.–14. Jahrhundert).

Kalamoti heute

Die Einwohner waren traditionell in der Landwirtschaft tätig und produzierten Mastix, Olivenöl und andere Erzeugnisse. Seit den 1950er-Jahren gibt es eine deutliche Hinwendung zu Literatur und Wissenschaft: Das Dorf beherbergt bis heute das Gymnasium und den Lyzeumskomplex der Gemeinde Mastichochoria.

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